Drei Tage lang haben sie sich kreuz und quer durch ein mexikanisches Freudenhaus gevögelt.

Das ist es, was ich von Jack Kerouacs berühmter Beatgenerationsbibel und Ur-Roadtripserzählung „On the road“ in Erinnerung behalten habe. Das Buch hatte mir 2010 mein damaliger Chef empfohlen, als ich ihm erzählte, dass ich einen Road-Trip vorhabe. Das sei der Klassiker. Der Ur-Road-Trip sozusagen (also von der Odyssee und Goethes Italienischer Reise mal abgesehen). In „On the Road“ jage eine Party die andere, und immer werde es dem Protagonisten nach ein paar Minuten langweilig oder er zerstreitet sich mit seinem aktuellen Gastgeber und haut ab. Mehrfach fährt er sein Gefährt zu Schrott und muss erstmal ein paar Wochen tagelöhnern, bevor er wieder weiterkann. Und am Ende landet er eben in diesem lustigen Bordell, in dem alle nur Party machen und ihn die runden mexikanischen Mädchen alle paar Stunden von der Bar auf ein Zimmer schleifen. Das müsse ich lesen, wenn ich meinen Trip machte. Dann fragte er, wo es hingehe. Bretagne? Toscana? Algarve? „Nach Sachsen“, sagte ich.

Aktuell steht wieder ein Road-Trip an. Und diesmal geht es tatsächlich durch die USA.

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